29.06.2012
Anonyme Bewerbung – Kapitulation vor Intoleranz

Menschen mit Migrationshintergrund werden hierzulande bei der Jobsuche immer noch massiv diskriminiert. Bewerber mit „ausländisch“ – insbesondere osteuropäisch oder arabisch – klingenden Namen bekommen schneller eine Absage, als gleich gut qualifizierte Bewerber mit „deutschen“ Namen. Das ist Fakt! Von der derzeit guten Konjunkturlage konnten Bürger ohne deutschen Pass weniger profitieren als Deutsche. Ihre Arbeitslosenquote ist leicht gesunken, aber mit 16,9 Prozent immer noch doppelt so hoch wie die der übrigen Bevölkerung. Die Arbeitslosigkeit nimmt also bei den Deutschen schneller ab als bei den hier lebenden Ausländern. Ähnlich verhält es sich bei Migranten mit deutschem Pass. Als Allheilmittel gilt die seit einiger Zeit propagierte „anonymisierte“ Bewerbung. Abgesehen von der mangelnden Praxistauglichkeit für kleine und mittlere Unternehmen, ist die anonyme Bewerbung eine Kapitulation vor der immer noch weit verbreiteten Intoleranz  in Wirtschaft und Gesellschaft.

27.06.2012
Beispielhaft

Vor Kurzem las ich in einem Stellenangebot für den Vertrieb nach der ausführlichen Stellen- und Anforderungsbeschreibung den lapidaren Satz. "Für Ihre Leistung planen wir eine Vergütung von 100.000 Euro p.a." Ich rieb mir verdutzt die Augen und las den Satz noch mal. "Revolution, eine Zeitenwende", dachte ich. So einfach könnte es also sein. Man muss es nur wollen. Liebe Jobanbieter, nehmen Sie sich ein Beispiel und sparen Sie uns in Zukunft peinliche, würdelose, quälende, zeitraubende Gehaltsverhandlungen à la "Wieviel wollen Sie denn verdienen?" Nehmen Sie Ihre Bewerber einfach als das, was sie sind: gleichberechtigte Leistungsanbieter auf Augenhöhe.

24.06.2012
Auf Absagen reagieren

"Vielen Dank ..., wir bedauern ..., keine Geringschätzung ..., zu unserer Entlastung ..., alles Gute ..., bla bla bla." Diese Floskeln in Absagen stehen einem bis zur Oberkante Unterlippe. "Tut uns leid." Das tut es natürlich NICHT. Sonst hätte man Sie ja genommen. Wie man auf diese Ablehnungsschreiben reagiert? Versuchen Sie es doch mal so:

Sehr geehrter Herr Soundso,

vielen Dank für Ihren Brief vom 17. November. Nach sorgfältiger Überprüfung der Unterlagen, muss ich Ihnen leider mitteilen, dass es mir nicht möglich ist, Ihre Ablehnung meiner Einstellung als Entwicklungsingenieur in Ihrer Firma anzunehmen. Gerade in diesem Jahr habe ich eine ungewöhnlich hohe Zahl an Ablehnungsschreiben erhalten. Bei so einem vielversprechenden Feld von Kandidaten, ist es mir leider unmöglich alle Absagen zu akzeptieren.

Aufgrund Ihrer herausragenden Qualifikationen und bisherigen Erfahrungen in der Ablehnung von Bewerbern, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass Ihre Ablehnung meiner Bewerbung meinen derzeitigen Anforderungen nicht gerecht wird. Deshalb werde ich meinen Arbeitsplatz direkt nach demStudienabschluss antreten. Ich freue mich bereits darauf, für Sie arbeiten zu dürfen.

Viel Glück bei der Ablehnung zukünftiger Kandidaten.

Mit freundlichen Grüßen

Allein, dass Sie so schreiben KÖNNTEN, macht Sie sofort gelassener. Probieren Sie es aus!

23.06.2012
Wohlfühlfaktor spielt bei der Job-Entscheidung eine immer wichtigere Rolle

Karriere? Schön und gut. Aber Geld ist nicht alles. Diese Einstellung höre ich in meinen Seminaren immer häufiger. Zufriedenheit und Sicherheit spielen bei den Absolventen unter meinen Kursteilnehmern eine immer wichtigere Rolle. Neben einer angemessenen Bezahlung kommt es auf das Klima am Arbeitsplatz und die sog. "Work-Life-Balance" an. So hat beispielsweise in meinem letzten Kurs "Selbstvermarktungsstrategien für Akademiker" ein hochqualifizierter Teilnehmer auf einen "Stressjob" mit einem gut 6-stelligen Jahreseinkommen verzichtet zugunsten eines weit geringer bezahlten Jobs, bei dem der "Wohlfühlfaktor" das Gesamtpaket abrundete.

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